
Wir haben auf IT Boltwise einen spannenden Beitrag über GoParkly entdeckt – ein portugiesisches Startup, das urbanen Parkdruck smart angeht: Privatpersonen vermieten ungenutzte Stellplätze, während Autofahrer direkt buchen können. Das entlastet Straßen, spart Zeit und ist ein Beitrag zur nachhaltigen Mobilität. Darüber haben wir uns gefragt: was gibt es eigentlich noch für Lösungen und wie groß ist das Problem eigentlich?
Was ist GoParkly?
- Plattform für Privatanbieter: Garagenplätze oder Einfahrten können stunden-, tage- oder monatsweise vermietet werden
- KI-gestützter Chatbot „Felix“ hilft bei Preisfindung je nach Nachfrage
- Mobile App verfügbar, native Apps für iOS und Android kommen bis Ende 2025
- Internationale Anerkennung: Zweiter Platz beim Urban Shark Tank, Teilnahme am Smart City Expo World Congress Barcelona
Warum das was Bewegung ins urbane Parken bringt
- GoParkly beruft sich auf Studien, wonach bis zu 30 % des innerstädtischen Verkehrs auf Parkplatzsuche zurückzuführen sind
- Durch kurzfristige Nutzung privater Stellflächen reduziert das System unnötige Suchfahrten und Verkehrsdruck
- Plattform steigert Effizienz: Leerflächen werden aktiviert, Parkplatzbesitzer können passives Einkommen generieren
Was gibt es noch?
Neben Plattformen wie GoParkly, die private Stellplätze digital verfügbar machen, gibt es zahlreiche weitere Ansätze für effizienteres Parken in Städten – von Sensoren über KI bis datengetriebene Steuerung.
Sensorbasiertes Echtzeit-Parken: Cleverciti aus München setzt auf smarte Sensoren, die Parkraum in Echtzeit erfassen – auf Straßen und Parkplätzen. Die Daten helfen Städten, freien Raum besser zu führen und Verkehr durch Parkplatzsuche zu vermeiden. Urbiotica / Parkctrl bietet ähnliche Lösungen: Die städtische Verwaltung bekommt sofortige Belegungseinblicke, kann dynamisch steuern und Zutritt besser regeln.
Demand-based Pricing (dynamische Preisgestaltung): SFpark, ein Vorreiter aus San Francisco, erlaubt es Städten, Parkpreise je nach Nachfrage und Tageszeit anzupassen. So soll etwa 15 Prozent der Parkplätze frei bleiben – das senkt Suchverkehr effektiv. Auch Parkdepot, ein europäisches Start-up, nutzt KI und dynamischen Preis als Steuerungsmethode für urbane Stellplätze.
Mobile Apps mit Buchung und Bezahlung: Wie GoParkly erlauben Apps wie EasyPark, ParkMobile (global), Parco (Swarco) und ParkWhiz Nutzern, Parkplätze per App zu finden, zu buchen und zu bezahlen – teils inklusive EV-Ladefunktion. So bleibt der Fahrer entspannt, ohne Suche.
Ökologische Infrastrukturlösungen: Berlin installiert solarbetriebene Parkanlagen mit energieeffizienter Sensorik. Das senkt Stromverbrauch und Betriebskosten – und bindet Smart Parking in nachhaltige Stadtplanung ein.
Fazit: Warum mehr nötig ist als GoParkly
GoParkly löst Nachfrage- und Angebotsprobleme clever auf Plattformebene. Doch wirklich smart ist die Stadt erst dann, wenn sie Parkraum aktiv lenkt: Sensoren beenden unnütze Suchfahrten, dynamische Preise steuern Nachfrage, Apps verbinden Navigation, Bezahlung und Reservierung, Umweltdesign spart Energie und passt in klimagerechte Urbanität.
Hier der Überblick:
- Cleverciti Sensorlösungen für Echtzeit-Belegung – München-Initiative
- Parkctrl-System von Urbiotica zur Überwachung und Lenkung von Parkraum
- SFpark Modelle zur Nachfrage-basierten Preisgestaltung
- Parkdepot-Plattform optimiert Stellplatznutzung durch KI
- Parkplatzbuchungs-Apps: EasyPark, ParkMobile, Parco, ParkWhiz
* Echtzeit-Parkplatzdaten
* Reduzierung von Suchverkehr
* Modulares System
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