05. Dezember 2025 | 10:12 Uhr

Hamburg macht sich auf in die Zukunft und treibt die Mobilitätswende kontinuierlich voran. Über 300 Kilometer Radweg wurden unter dem grünen Senat seit 2020 bereits gebaut. Darüber hinaus setzt Hamburg in der Mobilitäswende vor allem auf den Ausbau des ÖPNV.
Eine neue Studie von ver.di und der Friedrich-Ebert-Stiftung beleuchtet die Auswirkungen des Hamburg-Takts auf den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) in Hamburg. Der ÖPNV soll bis 2030 erheblich ausgebaut werden, um den Mobilitätsbedarfen einer wachsenden Stadt gerecht zu werden und gleichzeitig den Klimaschutz zu fördern. Die Studie untersucht insbesondere die Folgen für die Beschäftigten im ÖPNV.
Aktuell arbeiten rund 10.000 Beschäftigte bei den drei größten Nahverkehrsunternehmen in Hamburg: Hochbahn, VHH und S-Bahn Hamburg. Seit 2018 ist die Zahl der Beschäftigten in diesen Unternehmen gestiegen, insbesondere bei Hochbahn und VHH, was mit der Angebotsoffensive im Nahverkehr zusammenhängt. Allein im Bereich Busfahrer*innen sind seit 2018 766 neue Vollzeitstellen entstanden.
Die Studie prognostiziert bis 2030 einen zusätzlichen Personalbedarf von fast 2.000 Stellen im Fahrdienst aufgrund der Angebotserweiterung. Zudem müssen 2.260 Stellen nachbesetzt werden, die durch Renteneintritte vakant werden. Die zusätzlichen Personalkosten für die Hamburger Verkehrsunternehmen belaufen sich bis 2030 auf rund 550 Millionen Euro.
Um den Personalbedarf zu decken, sind gute Arbeitsbedingungen entscheidend. Die Betriebsräte der Hamburger ÖPNV-Unternehmen weisen auf Herausforderungen wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie psychische Belastungen hin. Diese Faktoren müssen adressiert werden, um die Mobilitätswende in Hamburg erfolgreich zu gestalten.
- Studie zeigt Personalbedarf im Hamburger ÖPNV
- Bis 2030 fast 2.000 neue Stellen nötig
- 550 Millionen Euro zusätzliche Personalkosten erwartet
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