04. Juni 2026 | 09:00 Uhr

Es tut sich einiges in Norddeutschland, was die Fahrradinfrastruktur betrifft. Die wahrnehmbaren Verbesserungen betreffen hier jedoch meist die Ballungsräume und Städte, auf dem Land sieht es weiterhin oftmals schlecht aus:
Eine aktuelle Umfrage des NDR zeigt, dass die Zufriedenheit mit den Radwegen in Norddeutschland ausbaufähig ist. Obwohl 73 Prozent der Befragten angeben, ihren Alltag gut mit dem Fahrrad bewältigen zu können, fühlen sich 39 Prozent unsicher im Straßenverkehr. Die Umfrage, an der 25.659 Menschen teilnahmen, verdeutlicht die Herausforderungen, mit denen Radfahrer konfrontiert sind.
Die Umfrageergebnisse zeigen, dass fast zwei Drittel der Befragten den schlechten Zustand der Radwege als Hauptgrund für ihre Unzufriedenheit angeben. Zudem bemängeln 54 Prozent die unzureichende Menge an Radwegen. In Städten wie Kiel wird jedoch eine Verbesserung der Infrastruktur wahrgenommen, was 59 Prozent der Stadtbewohner bestätigen. Auf dem Land sind es nur 43 Prozent, die eine positive Entwicklung sehen.
Die Umfrageergebnisse wurden zwischen dem 21. und 25. Mai 2026 erhoben. Die Mehrheit der Befragten ist der Meinung, dass die Politik nicht genug für die Sicherheit von Radfahrern tut. Zwei Drittel fordern mehr Platz für Radwege, auch wenn dies zu Lasten von Parkplätzen für Autos geht. Diese Forderung spiegelt den Wunsch nach einer besseren Integration des Radverkehrs in die Verkehrsinfrastruktur wider.
Die Umfrage zeigt auch, dass das rücksichtslose Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer als Hauptgrund für die Unsicherheit von Radfahrern wahrgenommen wird. 71 Prozent der Befragten nennen dies als Problem. Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit, die Sicherheit und Infrastruktur für Radfahrer in Norddeutschland zu verbessern.
- 39 Prozent der Radfahrer fühlen sich unsicher
- Zwei Drittel fordern mehr Platz für Radwege
- Kiel gilt als Vorreiter bei Rad-Infrastruktur im Norden
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