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08. September 2026 | 12:12 Uhr
von Lorenz Oberdoerster

Der Fahrradhersteller Simplon steht erneut vor der Zahlungsunfähigkeit und hat am 4. September 2026 ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht Feldkirch beantragt. Der Traditionshersteller, bekannt für seine sportlichen Mountainbikes, Rennräder und E-Bikes, hat Schulden in Höhe von über 33 Millionen Euro. Die Sanierung ist gescheitert, da eine fällige Rate aus dem vorherigen Sanierungsplan nicht bedient werden konnte.
Von den insgesamt mehr als 33 Millionen Euro entfallen laut dem österreichischen Kreditschutzverband KSV1870 rund 28,3 Millionen Euro auf Verbindlichkeiten aus der vorherigen Schieflage. Die finanziellen Schwierigkeiten wurden durch eine allgemeine Nachfrageschwäche auf dem europäischen Fahrradmarkt und gravierende Lieferprobleme verstärkt. Fehlende Bauteile führten dazu, dass fertige Räder nicht rechtzeitig an Händler und Kunden übergeben werden konnten, was zu stornierten Folgeaufträgen und akuten Liquiditätsengpässen führte.
Die Geschäftsführung führt die Notlage auch auf Unstimmigkeiten rund um den vorherigen Eigentümerwechsel zurück. Der ehemalige Accell-Manager Christoph Mannel, der das Unternehmen als Investor und Geschäftsführer übernommen hat, leitet die Gesellschaft weiterhin. Trotz der Insolvenz soll die Produktion in Vorarlberg vorerst aufrechterhalten werden.
Das Unternehmen plant, den Gläubigern einen modifizierten Sanierungsplan vorzulegen und sucht parallel nach weiteren Geldgebern, um das Fortbestehen der Marke langfristig zu sichern. 54 Beschäftigte am Produktionsstandort in Hard sowie rund 150 Gläubiger sind von dem Insolvenzverfahren betroffen.
- Simplon hat über 33 Millionen Euro Schulden
- Sanierung scheiterte an fälliger Rate
- Produktion in Vorarlberg bleibt vorerst erhalten
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