22. Juli 2025 | 07:57 Uhr

Tour de France: Alles klar am Ventoux?

von Robert Strehler

Mont Ventoux, 22. Juli 2025 – Die 16. Etappe bringt die Fahrer ins Herz der Provence – und auf einen der härtesten Anstiege Europas. 171,5 Kilometer, über 5.400 Höhenmeter, Finale auf dem Mont Ventoux. Dieser Schlussanstieg ist eine absolute Tourlegende: 15,7 Kilometer bei 8,8 % Steigung, windgepeitscht, karg und hart.

Eigentlich ist die Tour entschieden. Pogačar ist zu stark und zu groß ist die Dominanz in diesem Jahr. Die Abstände sind deutlich und alle müssen das Ding nur noch nach Paris bringen. Wenn da nicht "der Berg des Bösen" noch ein Wörtchen mitzureden hätte.

Die letzten großen Ventoux-Entscheidungen:
- Pantani vs. Armstrong 2000: kaum Abstand im Ziel, aber große Symbolik. Aber spektakulärer Pressestreit im Anschluss
- Froome 2013: holt 29 Sekunden auf Quintana – nur auf dem letzten Anstieg.
- Van Aert 2021 (Doppel-Ventoux-Etappe): fährt Solo zum Sieg, die GC-Fahrer geben sich kleine Lücken – Pogačar bleibt gelassen.

Und die Deutschen?
Florian Lipowitz fährt eine überragende Tour – aktuell Dritter im Gesamtklassement. Wenn er diesen Tag gut übersteht und die Abstände kontrolliert, wird das Podium real. Der Ventoux wird zeigen, wie weit es wirklich gehen kann. Zimmermann und Brenner könnten sich in eine Fluchtgruppe schleichen, wenn das Rennen es zulässt. Für Politt dürfte es ein harter Helfertag werden – Klettern ist nicht sein Terrain, aber Durchziehen schon eher.

Aber trotz allem Heraufbeschwören von Spannung - müssen wir realistisch bleiben:
Die Taktik wird das Geschehen prägen und 30 Sekunden bis 1 Minute sind das absolute Maximum für einen Top-Favoriten mit guten Beinen. Alles darüber wäre dramatisch – und historisch.

Deine Takeaways

* legendärer Schlussanstieg
* passiert doch noch was?
* Lipowitz könnte Podium in Reichweite bringen

Das Könnte dich auch interessieren

WE RIDE GmbH
Gießerstraße 18

04229 Leipzig

magnifiercrossarrow-up