03. November 2026 | 11:16 Uhr

Unfall-Hotspot Schulweg: Mehr Schutz für junge Radfahrende und Fußgänger gefordert

von Lorenz Oberdoerster

(c) WE RIDE - Symbolbild

In Rheinland-Pfalz ist die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren gestiegen, insbesondere bei Fahrrad- und Pedelec-Unfällen. Laut dem Verkehrsministerium gab es 2025 insgesamt 474 Unfälle mit Fahrrädern, was einen Anstieg von 411 im Vorjahr bedeutet. Gleichzeitig stieg die Zahl der Verunglückten auf motorisierten Zweirädern auf 857. Im Gegensatz dazu ist die Zahl der unter 18-jährigen Unfallopfer in Pkw von 695 auf 612 gesunken.

Bundesweit verunglückten im vergangenen Jahr fast 30.000 Kinder unter 15 Jahren, was einem Anstieg von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der getöteten Kinder, der von 53 auf 74 stieg. Ein Drittel der verunglückten Kinder war mit dem Fahrrad unterwegs, während ein Fünftel zu Fuß unterwegs war.

Die meisten Unfälle bei Schulkindern ereigneten sich werktags zwischen 7.00 und 8.00 Uhr, was die rheinland-pfälzische Grünen-Fraktion dazu veranlasst hat, für sichere Schulwege zu plädieren. Innenminister Achim Schwickert (CDU) betonte, dass das Land die Kommunen bei der Erstellung von Schulwegplänen unterstützt, jedoch keine verbindlichen Vorgaben zur Gestaltung von Schulwegen existieren.

Die Bedeutung von Präventionsarbeit und schulischer Verkehrserziehung wird hervorgehoben. Kooperationen mit der Polizei und der Verkehrswacht sollen dazu beitragen, die Sicherheit auf Schulwegen zu erhöhen. Die rheinland-pfälzische Regierung steht unter Druck, geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Kinder zu ergreifen.

 

Deine Takeaways

- Zahl der Fahrradunfälle mit Kindern gestiegen
- Unfälle zwischen 7 und 8 Uhr häufig
- Regierung plant Unterstützung für sichere Schulwege

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