
Die vom statistsichen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zur Unfallstatistik bescheinigen Deutschland kein gutes Bild. Jedes 6. Todesopfer im Straßenverkehr war 2025 Fahrradfahrer (mehr dazu hier). Auch 2026 lesen wir weiterhin und immer wieder von tödlichen Verkehrsunfällen mit Radfahrenden. Allein in Hamburg sind seit Jahresbeginn bereits 3 Fahrradfahrer*innen tödlich verunglückt. Das ist kein bedauerlicher Zufall, das ist ein politischer Skandal - finden die Initiatoren der Petition "Hamburg stoppt das Töten - Sichere Straßen jetzt" und fordert eine ernst gemeinte Vision-Zero-Politik.
In Hamburg wurde die Petition "Hamburg stoppt das Töten – Sichere Straßen jetzt!" ins Leben gerufen, um die Sicherheit von Radfahrenden und Fußgängern zu erhöhen. Jährlich sterben in der Stadt Menschen im Straßenverkehr, wobei die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland trotz sinkender Zahlen in der EU weiter ansteigt. Bereits drei Radfahrende, darunter ein elfjähriges Kind, verloren 2026 ihr Leben.
Die Petition fordert den Hamburger Senat und die Bürgerschaft auf, die Sicherheit der verletzlichsten Verkehrsteilnehmenden zur obersten Priorität zu machen. Wissenschaftliche Studien und internationale Beispiele belegen, welche Maßnahmen zur Verhinderung schwerer Unfälle notwendig sind. Die Initiatoren verlangen eine verbindliche Vision-Zero-Strategie, die darauf abzielt, dass niemand im Straßenverkehr getötet oder schwer verletzt wird.
Zu den geforderten Maßnahmen gehören eine systematische Analyse aller schweren Unfälle, die Umgestaltung von Gefahrenstellen und die technische Ausrüstung von Lkw, um Abbiegeunfälle zu vermeiden. Die Petition hat bereits 1.565 Unterschriften gesammelt, benötigt jedoch 7.100 für ein Quorum. Die Initiatoren rufen die Hamburger Zivilgesellschaft auf, sich aktiv zu beteiligen und Veränderungen zu fordern.
Am 9. Mai 2026 fanden zwei Veranstaltungen statt, um auf die Petition aufmerksam zu machen: die Kidical Mass, eine Familien-Fahrraddemo, und das Asphaltsprenger-Festival, das sich mit Stadtnatur und Stadtgestaltung beschäftigt. Diese Events sollen die Forderungen nach sicheren Straßen und einer besseren Infrastruktur für Radfahrende und Fußgänger unterstützen.
- Petition fordert sichere Straßen in Hamburg
- Bereits drei Radfahrende starben 2026
- 1.565 Unterschriften bis jetzt gesammelt
WE RIDE GmbH
Gießerstraße 18
04229 Leipzig