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16. Februar 2026 | 10:04 Uhr
von Lorenz Oberdoerster

Die Stadt Frankfurt am Main hat mit der Einführung der Umweltprämie einen erfolgreichen Anreiz geschaffen, um den Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu fördern. Im ersten Jahr seit der Einführung im August 2024 haben 560 Bürgerinnen und Bürger ihr Auto abgemeldet und nutzen nun ein Jahr lang kostenfrei Bus und Bahn. Diese Maßnahme zeigt, dass viele Menschen bereit sind, ihr Mobilitätsverhalten nachhaltig zu ändern.
Die Umweltprämie wurde im Rahmen des Antrags "Klimastadt Frankfurt" ins Leben gerufen und ermöglicht es Frankfurterinnen und Frankfurtern ab 18 Jahren, die ein Auto mit Verbrennungsmotor verschrottet oder verkauft haben, ein Jahr lang das Deutschlandticket kostenlos zu nutzen. Die Prämie hat sich als mehr als nur eine Abwrackprämie erwiesen, da sie nicht nur den Verzicht auf das Auto fördert, sondern auch eine langfristige Verhaltensänderung im Mobilitätsbereich anstrebt.
Die Auswertung der Nahverkehrsgesellschaft traffiQ zeigt, dass die Prämie besonders von älteren Menschen und Frauen in Anspruch genommen wird. Die größte Nutzergruppe sind Personen im Alter von 56 bis 65 Jahren. Zudem haben fast zwei Drittel der Prämiennutzer nach dem Prämienbeginn kein Auto mehr im Haushalt, was zu einer signifikanten Reduktion der Pkw-Nutzung führt.
Die Umweltprämie hat nicht nur positive Auswirkungen auf das individuelle Mobilitätsverhalten, sondern auch auf die Umwelt. Im ersten Jahr wurden etwa 1300 Tonnen CO2 eingespart. Die Stadt Frankfurt plant, die Prämie auch nach dem dreijährigen Pilotzeitraum fortzuführen, um weiterhin einen Beitrag zur Mobilitätswende zu leisten.
Tipp der Redaktion:
Das Fahrrad ergänzt das Deutschlandticket ideal und für Falt- und Klapprädern ist der Transport in der Bahn sogar kostenlos!
- 560 Umstiege auf ÖPNV durch Umweltprämie
- Zielgruppe sind vor allem ältere Menschen
- 1300 Tonnen CO2 durch Prämie eingespart
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