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06. Oktober 2026 | 10:10 Uhr
von Lorenz Oberdoerster

Die Fahrradwirtschaft in Europa hat sich entschieden, gegen das E-Bike-Tuning vorzugehen. Bei einem Branchentreffen in Brüssel unterzeichneten die deutschen Verbände ZIV – Die Fahrradindustrie und Zukunft Fahrrad eine Selbstverpflichtung. Diese soll wirksame Kontrollen von Tuning-Kits und illegalen Importen fordern. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit und den Verbraucherschutz zu gewährleisten.
Die Verbände verlangen von der EU und den Mitgliedsstaaten, den unkontrollierten Handel mit Tuning-Kits zu unterbinden. Zudem soll die Polizei, der Zoll und die Marktaufsicht gezielt gegen illegale E-Bikes vorgehen. Diese Maßnahmen sind entscheidend für die Sicherheit der Nutzer und die Integrität der Branche, die sich an gesetzliche Vorgaben hält.
Ein zentrales Element der Selbstverpflichtung ist die Definition von E-Bike-Tuning und illegaler Motorisierung. Das Positionspapier des European Cycling Industries (ECI) beschreibt detailliert, welche technischen Anforderungen für einen effektiven Manipulationsschutz notwendig sind. Die Verbände planen, auf dieser Grundlage ein Maßnahmenbündel für Deutschland zu entwickeln.
Die Bedeutung von E-Bikes in Deutschland ist erheblich. Im Jahr 2025 waren mehr als die Hälfte aller verkauften Fahrräder E-Bikes. Der Bestand übersteigt mittlerweile 17 Millionen Stück. Die Branche sieht sich durch nicht konforme Produkte in ihrer Wertschöpfung und Beschäftigung gefährdet. Die Initiative der Verbände könnte dazu beitragen, die Marktbedingungen zu verbessern und die Sicherheit der Verbraucher zu erhöhen.
- E-Bike-Tuning wird von der Branche bekämpft
- Selbstverpflichtung zur Kontrolle von Tuning-Kits
- Ziel: Verkehrssicherheit und Verbraucherschutz stärken
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