
Der Fahrradhersteller Canyon aus Koblenz plant mit einer E-Bike-Offensive den Neustart in der Fahrradbranche. Nach schwierigen Jahren, geprägt von Umsatzrückgängen und einem harten Preiskampf, setzt das Unternehmen auf Innovationen und die Eröffnung eines speziellen E-Bike-Zentrums. Dieses wird zur Eurobike-Messe in Frankfurt vorgestellt und soll Kunden auf 1.200 Quadratmetern die gesamte E-Bike-Palette bieten.
Canyon hat in den letzten Jahren einen Wandel vollzogen. Während E-Bikes vor 15 Jahren als zu schwer und unausgereift abgelehnt wurden, produziert das Unternehmen mittlerweile seit sieben Jahren E-Mountainbikes. Der Umsatz mit Fahrrädern in Deutschland sank 2025 um acht Prozent auf 5,85 Milliarden Euro, was die Notwendigkeit eines Umdenkens unterstreicht. Über 80 Prozent der Umsätze in der Radbranche stammen inzwischen aus dem E-Bike-Segment.
Die Preise für Canyon E-Bikes variieren zwischen 3.000 Euro für City-Bikes und bis zu 7.000 Euro für E-Rennräder. Um den Herausforderungen des Marktes zu begegnen, hat Canyon auch 320 Arbeitsplätze abgebaut und die Unternehmensführung neu strukturiert. Firmengründer Roman Arnold betont, dass Canyon nun wieder auf dem richtigen Kurs sei und alle Kennzahlen über Plan liegen.
Zusätzlich plant Canyon, innovative Sicherheitssysteme zu integrieren, die Radfahrer vor Gefahren warnen sollen. Diese Entwicklungen könnten in den kommenden Jahren serienreif werden und sind Teil der Strategie, um das Vertrauen der Kunden in das Radfahren zu stärken.
- Canyon eröffnet E-Bike-Zentrum in Koblenz
- Umsatz mit Fahrrädern sank 2025 um 8 Prozent
- Innovative Sicherheitssysteme für Radfahrer geplant
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