23. April 2026 | 12:31 Uhr

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) kritisiert die aktuelle Bahnreform in Deutschland, da sie Radfahrer im Stich lasse. Insbesondere die Fahrradmitnahme in Zügen sei ein häufiges Streitfeld, das durch uneinheitliche Regelungen und mangelnde Kapazitäten verschärft werde. Laut ADFC gibt es immer wieder Konflikte, wenn Reisende mit Fahrrädern im Fernverkehr reisen möchten, insbesondere in den Sommermonaten.
Die Schlichtungsstelle Reise und Verkehr berichtet von häufigen Streitfällen, die sich um die Beförderung von Fahrrädern drehen. Oftmals haben Reisende kein gültiges Ticket für ihr Fahrrad oder die reservierten Plätze sind nicht verfügbar. Dies führt zu Unmut und zusätzlichen Kosten für die Reisenden. Die Schlichtungsstelle hat eine hohe Erfolgsquote bei der Beilegung solcher Konflikte, da sie als neutrale Instanz zwischen den Parteien vermittelt.
Der ADFC fordert eine bundesweit einheitliche Regelung zur Fahrradmitnahme, ähnlich dem Deutschlandticket. Eine solche Regelung könnte Missverständnisse reduzieren und die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für Radfahrer erleichtern. Die Schlichtungsstelle hebt hervor, dass eine klare Kommunikation und Information über die Beförderungsbedingungen entscheidend sind, um Konflikte zu vermeiden.
Die steigende Zahl von Elektrorädern bringt zusätzliche Herausforderungen mit sich, da diese oft als normale Fahrräder behandelt werden. Der ADFC empfiehlt Reisenden, sich vorab über die spezifischen Beförderungsbedingungen der jeweiligen Verkehrsunternehmen zu informieren, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.
In einem Interview erläutern Dr. Sabine Cofalla, Geschäftsführerin der Schlichtungsstelle Reise & Verkehr und Schlichter Elmedin Sopa was zu tun ist, wenn es bei der Fahrradmitnahme in der Bahn zu Problemen kommt.
- ADFC kritisiert Bahnreform für Radfahrer
- Einheitliche Regelungen gefordert
- Schlichtungsstelle hilft bei Konflikten
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