
Neue T3-Studie belegt: Diensträder erhöhen die Wahrscheinlichkeit, mit dem Rad zu pendeln um mehr als 50 Prozent
Morgens nicht mehr im Stau stehen, pünktlich und entspannt zur Arbeit kommen – und Busse und Bahnen zu Stoßzeiten entlasten: neben gesundheitlichen und finanziellen Vorteilen liegt hierin weiteres Potenzial des Dienstrads. Denn Berufstätige, die mit dem Fahrrad zur Arbeit pendeln, reduzieren die Anzahl der Autos im Berufsverkehr, so profitieren alle Verkehrsteilnehmenden. Eine neue Studie des T3 Transportation Think Tanks zeigt, dass ein Dienstrad dazu führt, dass Beschäftigte mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit das Rad auf dem Weg zur Arbeit nutzen.
„Unsere Analyse verdeutlicht, dass Diensträder vor allem beim Pendeln einen Unterschied machen. Insbesondere erhöht es die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen gelegentlich bis häufig mit dem Rad zur Arbeit fahren – und zwar selbst dann, wenn wir weitere Faktoren wie Einstellungen oder die Verfügbarkeit von E-Bikes und anderen Verkehrsmitteln berücksichtigen“, erklärt Leitautorin Janina Welsch vom T3. „Es ist weitere Forschung nötig, die beispielsweise genauer erklärt, wie das Dienstradleasing die Fahrradnutzung über verschiedene Zeiträume hinweg beeinflusst.“
Die Untersuchung von T3, erschienen in der Fachzeitschrift Active Travel Studies, basiert auf einer Querschnittsstudie und umfasst soziodemografische und wirtschaftliche Merkmale, Verkehrsmittelausstattung der Haushalte, Einstellungen zum Radfahren sowie Aussagen zur Wetterresistenz. Die Bereitstellung von Duschen und Fahrradabstellplätzen am Arbeitsplatz sowie die Pendelentfernung wurden zusätzlich in ein Fahrradpendlermodell einbezogen.
Laut dem Bundesverkehrsministerium sind in Deutschland fast 40 Prozent aller Wege Pendelwege, in der täglichen Distanz werden auf dem Arbeitsweg im Median täglich nur 4,9 Kilometer zurückgelegt. Strecken bis 5 Kilometer können von einem Großteil der Bevölkerung gut mit dem Fahrrad bewältigt werden. „Sehr viel mehr Menschen könnten aufs Dienstrad umsteigen, wenn der Gesetzgeber den Unternehmen einen sicheren Rechtsrahmen schafft und den Nutzenden eine bessere Infrastruktur“, so Wasilis von Rauch, Geschäftsführer des Wirtschaftsverbands Zukunft Fahrrad. „Unternehmen und Beschäftigte profitieren in vielerlei Hinsicht vom Dienstradleasing und es ist ein wichtiger Stabilisator für die Fahrradwirtschaft. Die Studie zeigt, wie sehr auch alle anderen Beschäftigten und ihre Unternehmen von mehr Diensträdern profitieren, weil der Verkehr gerade zu Stoßzeiten entlastet wird.“
E-Bikes erhöhen die Wahrscheinlichkeit mit dem Rad zu fahren erheblich
Die Studie zeigt: Der Besitz eines Dienstrads erhöht signifikant die Wahrscheinlichkeit, manchmal bis meistens mit dem Rad zur Arbeit zu pendeln, nämlich um 54 Prozent im Vergleich zu Personen ohne Dienstrad. Hinzu kommt, dass E-Bikes einen sehr hohen Anteil der Diensträder im Umlauf ausmachen. Die Verfügbarkeit eines E-Bikes erhöht die Wahrscheinlichkeit häufiger mit dem Rad zu fahren für Gelegenheits- und für Vielfahrer signifikant. Dies ist der Fall sowohl auf dem Arbeitsweg, als auch im sonstigen Alltag. Somit trägt das Leasing also indirekt auch zu einer gesteigerten Fahrradmobilität jenseits des Arbeitswegs bei.
„Das Dienstrad ist ein Gamechanger für den täglichen Arbeitsweg. Der Stau zur Rush Hour kann damit verringert werden auch für die, die kein Fahrrad nutzen können oder möchten. Und wenn mehr Berufstätige ihre Pendelstrecke mit dem Rad oder E-Bike zurücklegen, kommen Millionen Menschen effizienter, zuverlässiger und pünktlicher zur Arbeit“, so Wasilis von Rauch.
- Diensträder erhöhen die Wahrscheinlichkeit, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren.
- Diensträder steigern auch das Radfahren im Alltag jenseits des Arbeitswegs.
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