05. August 2026 | 11:03 Uhr

Mönchengladbach will das Modell der Schulstraße vorerst nicht auf weitere Standorte ausweiten. Obwohl gefährliche Situationen durch sogenannte Elterntaxis weiterhin zum Alltag vor vielen Schulen gehören, bleibt es zunächst bei einem Pilotprojekt.
Seit August 2024 wird die Höhenstraße an der Katholischen Grundschule Bell zu den Bring- und Abholzeiten für den motorisierten Verkehr gesperrt. Morgens gilt die Sperrung zwischen 7.30 und 8.30 Uhr, mittags zwischen 11 und 12 Uhr. Ergänzend wurden in der benachbarten Mülgaustraße sogenannte „Kiss & Drop“-Zonen eingerichtet.
Weitere Schulstraßen sind nach einem Bericht der Westdeutschen Zeitung aktuell jedoch nicht geplant. Die Einrichtung müsse für jeden Standort einzeln geprüft werden und sei mit einem vergleichsweise hohen organisatorischen und personellen Aufwand verbunden. Dazu gehören unter anderem die Abstimmung mit Schulen, Polizei und Anwohnenden sowie die tägliche Sicherung der Zufahrten.
Die Höhenstraße eignete sich für den Pilotversuch besonders gut, da sie als Sackgasse nur an einer Stelle abgesperrt werden muss. An anderen Schulen sind die verkehrlichen Bedingungen häufig deutlich komplexer.
Schulstraßen sollen verhindern, dass sich Autos unmittelbar vor den Schultoren stauen. Kinder können den letzten Abschnitt ihres Schulweges dadurch sicherer zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Roller zurücklegen. Nordrhein-Westfalen hatte den Kommunen Anfang 2024 mit einem Erlass eine rechtssichere Grundlage für zeitlich begrenzte Sperrungen geschaffen.
Landesweit wächst die Zahl der Schulstraßen. In Mönchengladbach bleibt es vorerst dennoch bei einem einzelnen Standort.
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