Mobilität als Benefit mit Bikeleasing & Probonio

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Die Fahrradbranche sortiert sich neu und mit ihr verändert sich auch das Dienstradleasing. Robert spricht mit Bastian Krause, CEO der Bikeleasing-Gruppe, über die aktuelle Lage der Branche, das Dienstrad als Baustein der Verkehrswende und die Frage, warum sich Bikeleasing längst vom klassischen Leasinganbieter zum umfassenden Benefit- und Mobilitätsanbieter weiterentwickelt.

Robert im Interview mit Bastian Krause, CEO Bikeleasing-Gruppe

Hallo Bastian, die Fahrradbranche hat in den vergangenen Jahren Boom, Lieferengpässe und zuletzt eine deutliche Marktbereinigung erlebt. Wie blickst du aktuell auf die Branche und wo stehen wir aus deiner Sicht wirklich?

Die Fahrradbranche hat in den vergangenen Jahren eine außergewöhnliche Dynamik erlebt: erst sehr starkes Wachstum, dann spürbare Lieferengpässe und inzwischen eine Phase der Konsolidierung. Aus meiner Sicht ist das aber kein Schwächesignal, sondern eher die Normalisierung eines Marktes, der sich in kurzer Zeit massiv entwickelt hat. Wir sehen heute eine Branche, die professioneller, differenzierter und in vielen Bereichen auch anspruchsvoller geworden ist. Für uns bedeutet das: Der Markt ist nicht kleiner geworden, sondern reifer. Die zentralen Fragen lauten heute nicht mehr nur, wie schnell man wächst, sondern wie nachhaltig das Geschäftsmodell ist, wie gut Prozesse funktionieren und welchen konkreten Mehrwert man für alle Beteiligten schafft. Genau dort wird sich die Qualität der Anbieter künftig noch stärker zeigen.

Bikeleasing hängt eng mit der Entwicklung des Fahrradmarktes zusammen. Wie hat sich euer Geschäft in den vergangenen Jahren verändert – und was erwarten Arbeitgeber und Beschäftigte heute von einem Leasinganbieter?

Unser Geschäft hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Was früher vor allem als reines Dienstrad-Leasing verstanden wurde, ist heute ein deutlich breiteres Leistungs- und Serviceversprechen. Arbeitgeber*innen und Beschäftigte erwarten inzwischen nicht nur ein attraktives Produkt, sondern eine Lösung, die einfach funktioniert, digital sauber abgebildet ist und im Alltag spürbaren Mehrwert bringt. Genau darauf haben wir reagiert. Wir haben unsere Produktlandschaft in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt erweitert und verbessert: mit stärker digitalisierten Prozessen, mit neuen Lösungen wie Blitzleasing für Selbstständige, mit einer ausgeweiteten Verschleißversicherung, mit mehr Leistungssicherheit und mit fairen Prämienmodellen für den Fachhandel. 

Wenn wir in Deutschland nachhaltigere Mobilität wollen, brauchen wir Lösungen, die für Menschen attraktiv, bezahlbar und alltagstauglich sind. Das Dienstrad erfüllt genau diese Kriterien.”

Das Dienstrad ist längst mehr als ein zusätzlicher Mitarbeiter*innen-Benefit. Welche Rolle kann es aus deiner Sicht bei der Entwicklung einer nachhaltigeren Mobilität in Deutschland tatsächlich spielen?

Das Dienstrad kann ein sehr wirksamer Hebel für nachhaltigere Mobilität sein – gerade weil es nicht nur den Arbeitsweg betrifft. Viele nutzen das Fahrrad im Alltag, in der Freizeit, für Erledigungen oder Familienwege. Genau darin liegt seine Stärke: Es verändert Mobilität nicht theoretisch, sondern konkret im täglichen Verhalten. Wenn wir in Deutschland nachhaltigere Mobilität wollen, brauchen wir Lösungen, die für Menschen attraktiv, bezahlbar und alltagstauglich sind. Das Dienstrad erfüllt genau diese Kriterien. Es ist kein Nischenthema und auch kein reines HR-Instrument, sondern ein pragmatischer Beitrag dazu, dass mehr Menschen Mobilität neu denken und das Fahrrad selbstverständlicher in ihren Alltag integrieren.

Gleichzeitig bleibt Deutschland beim Thema Verkehrswende vielerorts hinter den eigenen Zielen zurück. Was müsste sich politisch und infrastrukturell verändern, damit mehr Menschen das Fahrrad dauerhaft in ihren Alltag integrieren?

Wenn wir mehr Menschen dauerhaft aufs Fahrrad bringen wollen, brauchen wir vor allem Verlässlichkeit: bei der Infrastruktur, in der Regulierung und in der politischen Prioritätensetzung. Gute Radwege, sichere Abstellmöglichkeiten und durchgängige, fahrradfreundliche Verkehrsplanung sind keine Nebensache, sondern Grundvoraussetzung. Hinzu kommt die steuerliche und rechtliche Planungssicherheit. Gerade beim Dienstrad ist wichtig, dass Unternehmen und Beschäftigte auf stabile Rahmenbedingungen vertrauen können. Und wir brauchen mehr Aufklärung: Viele wissen bis heute nicht, wie flexibel das Dienstrad genutzt werden kann. Wer die Verkehrswende ernst meint, muss das Fahrrad nicht nur als Symbol sehen, sondern als integrierten Teil moderner Mobilität.

Der Markt für Dienstradleasing ist deutlich größer und professioneller geworden. Wo liegen für Bikeleasing in den kommenden Jahren die wichtigsten Wachstums- und Entwicklungsfelder?

Die wichtigsten Wachstumsfelder liegen für uns nicht allein in mehr Volumen, sondern vor allem in der weiteren Professionalisierung des gesamten Systems. Der Markt ist heute reifer als noch vor wenigen Jahren, und deshalb entscheidet künftig nicht mehr nur die Größe des Portfolios, sondern vor allem die Qualität der Lösung. Für uns liegt der Fokus daher auf drei Bereichen: erstens auf der weiteren Digitalisierung unserer Prozesse, zweitens auf der stärkeren Verzahnung unserer bestehenden Plattformen und drittens auf der Erweiterung des Angebots über das reine Dienstrad-Leasing hinaus. Zentrale Ziele sind dabei, die Abläufe für Arbeitgeber, Beschäftigte und Fachhandel noch einfacher und transparenter zu gestalten. Gleichzeitig entwickeln wir unsere Plattform weiter, indem wir Dienstrad-Leasing enger mit weiteren Mitarbeiter-Benefits und Mobilitätsangeboten verzahnen. Genau hier entsteht künftig zusätzlicher Mehrwert für Arbeitgeber, die nicht mehr nur Einzellösungen suchen, sondern ganzheitliche Benefit-Konzepte.

Bikeleasing entwickelt sich zunehmend über das reine Fahrradleasing hinaus. Welche Rolle spielen künftig weitere Mobilitätsangebote, digitale Services und Mitarbeiter-Benefits in eurer Strategie?

Eine sehr zentrale Rolle. Unsere Entwicklung geht ganz bewusst über das Dienstrad-Leasing hinaus, weil sich auch die Erwartungen von Arbeitgebern und Beschäftigten weiterentwickelt haben. Unternehmen suchen heute keine Einzellösungen mehr, sondern eine Plattform, über die sie unterschiedliche Mitarbeiter-Benefits und Mobilitätsangebote zentral, effizient und nachvollziehbar verwalten können. Genau hier spielt Probonio eine entscheidende Rolle. Mit Probonio betten wir das Dienstrad in eine digitale Multi-Benefit-Plattform ein, die Arbeitgebern hilft, verschiedene Benefits aus einer Hand anzubieten und administrativ einfach zu verwalten. Das ist für uns kein Zusatz, sondern ein strategischer nächster Schritt: Bikeleasing steht für starke Marktkompetenz im Dienstrad, Probonio für die einfache, digitale Gesamtlösung zur Verwaltung steueroptimierter Benefits. Zusammen entsteht daraus ein holistisches Benefit-Ökosystem, das dem Bedarf moderner Arbeitgeber*innen entspricht.

Vielen Dank.

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