10. Oktober 2025 | 13:34 Uhr

Seit 40 Jahren gibt es den ADFC in Krefeld. Das hinterlässt Spuren und muss gebührend gefeiert werden. Mit einer Fahrraddemo durch die Innenstadt wiesen die Teilnehmenden weiterhin auf die Notwendigkeit eines Umdenkens in der Verkehrspolitik hin.
Der ADFC Krefeld wurde 1985 mit dem Ziel gegründet, die Bedingungen für Radfahrer in der Stadt zu verbessern. In den Anfangsjahren richteten die ersten Mitglieder Vorschläge zur fahrradfreundlichen Gestaltung der Dionysiusstraße an die Stadtverwaltung. Diese Vorschläge stießen jedoch auf Widerstand, da sie mit der Verlegung von Parkplätzen für Autos verbunden waren. Andreas Domanski, der seit 38 Jahren Vorsitzender des ADFC Krefeld-Viersen ist, erinnert sich: „Es galt schon damals, dicke Bretter zu bohren“.
Im Laufe der Jahre hat der ADFC zahlreiche Initiativen gestartet, um den Radverkehr in Krefeld zu fördern. Eine der ersten Aktionen war die Begleitung der SPD-Kampagne „Krefeld steigt um“, die die Nutzung des Fahrrads im Stadtverkehr propagierte. 1995 wurde die Dionysiusstraße schließlich zur Fahrradstraße umgewidmet, was einen bedeutenden Fortschritt für die Radfahrer in Krefeld darstellt [2].
Trotz der Erfolge sieht der ADFC weiterhin Verbesserungsbedarf. Domanski betont, dass die Politik beweglicher und die Verwaltung effizienter werden müssen, um die dringend benötigten Maßnahmen für den Radverkehr umzusetzen. Der Verein hat auch ein Mängelkataster erstellt, um Radwegschäden systematisch zu dokumentieren und zu beheben. Mit dem Eintritt Krefelds in das Förderprogramm „Fahrradfreundliche Städte in NRW“ wurden unkonventionelle Maßnahmen wie Fahrrad-/Bus-Spuren und die Freigabe von Einbahnstraßen umgesetzt.
Heute zählt der ADFC Krefeld etwa 1400 Mitglieder und plant, sich weiterhin für die Verbesserung der Radinfrastruktur einzusetzen. Domanski blickt optimistisch in die Zukunft und kündigt an, dass die Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag des ADFC bereits in Planung sind. „Wir werden uns weiter für die Beseitigung von Unfallschwerpunkten und die Anerkennung des Fahrrads als vollwertiges Verkehrsmittel einsetzen“, so Domanski.
- ADFC Krefeld feiert 40 Jahre Engagement
- Über 1400 Mitglieder setzen sich für Radverkehr ein.
- Forderung nach mehr Radwegen und weniger Autos.
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