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26. November 2025 | 10:23 Uhr
von Lorenz Oberdoerster

In Berlin wurde eine Studie von Agora Verkehrswende und Dezernat Zukunft veröffentlicht, die zusätzliche Finanzierungsquellen für ein zukunftsfähiges Verkehrssystem fordert. Der öffentliche Finanzbedarf für Schienenwege, Fernstraßen und den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wird bis 2030 auf mindestens 390 Milliarden Euro geschätzt. Diese Summe umfasst auch die Unterstützung der Automobilwirtschaft bei der Transformation.
Die Studie analysiert fünf mögliche Finanzierungsoptionen, darunter staatliche Kreditaufnahme, Steuerreformen und Straßennutzungsgebühren. Laut den Autoren ist es entscheidend, dass die Bundesregierung neue Finanzierungsquellen erschließt, um den Investitionsstau im Verkehrssystem abzubauen. Der Sachverständigenrat, der die Studie begleitete, fordert eine politische Entscheidung über die Gewichtung und Ausgestaltung dieser Optionen.
Die Notwendigkeit für eine Reform der Finanzierung wird als dringlich erachtet. Dr. Wiebke Zimmer von Agora Verkehrswende betont, dass der aktuelle Investitionsstau nicht allein durch das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität gedeckt werden kann. Die Studie empfiehlt, die Investitionen an nachhaltigen politischen Zielen auszurichten und eine verursachergerechte Pkw-Maut einzuführen.
Die Autoren weisen darauf hin, dass die Umsetzung neuer Finanzierungsinstrumente Zeit benötigt. Erste Erfolge sind erst nach 2030 zu erwarten. Um die Klimaziele zu erreichen, sind jedoch sofortige Maßnahmen erforderlich, um die Kosten für die Gesellschaft langfristig zu senken.
- Öffentlicher Finanzbedarf bis 2030: 390 Milliarden Euro
- Fünf Finanzierungsoptionen analysiert
- Politische Entscheidungen dringend erforderlich
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