06. Oktober 2025 | 14:27 Uhr

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) starten eine umfassende Modernisierungsoffensive mit Investitionen von 19,7 Milliarden Euro bis 2030. Diese Maßnahmen, die insbesondere die Ostregion betreffen, führen ab 2025 zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Die Bauarbeiten sollen das Bahnnetz für die Mobilitätswende fit machen und langfristig den Komfort sowie die Pünktlichkeit erhöhen. Während der Bauzeit kommt es jedoch zu temporären Streckensperrungen und Fahrplanänderungen, die sowohl Zug- als auch Radfahrer betreffen.
Die ÖBB haben angekündigt, bis 2030 insgesamt 19,7 Milliarden Euro in die Modernisierung des österreichischen Bahnnetzes zu investieren. Diese umfassende Bauoffensive zielt darauf ab, die Infrastruktur zu verbessern und die Mobilität in Österreich zu fördern. Besonders in der Ostregion fließen über 1,2 Milliarden Euro in den Netzausbau, was jedoch auch mit erheblichen Einschränkungen für die Fahrgäste verbunden ist. Ab 2025 müssen sich Bahnfahrer auf zahlreiche Streckensperrungen einstellen, die durch die notwendigen Bauarbeiten verursacht werden.
Ein zentrales Projekt ist der viergleisige Ausbau der Südstrecke zwischen Wien Meidling und Mödling, der einen 5-Minuten-Takt ermöglichen soll. Allerdings wird dieser Fortschritt nicht ohne Konsequenzen für die Fahrgäste bleiben. Bis Oktober 2025 sind Fahrplanänderungen und Schienenersatzverkehr auf der Ostbahn notwendig, insbesondere für die Linien REX6, S60 und REX62. Der Bahnhof Himberg wird sogar bis November 2026 komplett gesperrt.
Ein weiteres bedeutendes Vorhaben ist die Koralmbahn, die im Dezember 2023 in Betrieb gehen soll. Diese neue Strecke verkürzt die Fahrzeit zwischen Graz und Klagenfurt auf nur 45 Minuten und könnte die Entstehung eines neuen Ballungsraums zwischen den beiden Städten fördern. Die Grundstückspreise entlang der Strecke sind bereits um bis zu 50 Prozent gestiegen.
Die Bauoffensive wird von ÖBB-Chef Andreas Matthä auf die Bedeutung als Konjunkturimpuls hingewiesen. Trotz der angespannten Haushaltslage wurde der Rahmenplan für 2025-2030 auf hohem Niveau festgelegt. Die Projekte sind Teil der österreichischen Klimastrategie, die darauf abzielt, mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern. Langfristig sollen die Maßnahmen zu mehr Komfort und Pünktlichkeit führen, auch wenn kurzfristig Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste entstehen.
Die ÖBB empfehlen, sich vor Fahrtantritt regelmäßig über die aktuellen Fahrpläne zu informieren, um mögliche Beeinträchtigungen zu vermeiden.
- 19,7 Milliarden Euro für ÖBB-Bauoffensive 💰
- Temporäre Streckensperrungen ab 2025
- Koralmbahn verkürzt Fahrzeit auf 45 Minuten
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