05. August 2025 | 08:07 Uhr

Radverkehr? Im Haushalt 2026 bestenfalls Beifang

von Robert Strehler

Der Haushaltsentwurf 2026 der Bundesregierung überrascht kaum – Verteidigungsetat und Sondervermögen bleiben zentrale Player, während neue Impulse im Verkehrsbudget eher ausbleiben. Kritiker:innen aus Verkehrsbranche und Industrie warnen vor einer verpassten Chance für eine echte Mobilitätswende. Der Tagesspiegel hat dazu jede Menge Background - Informationen zusammengestellt. Wir haben uns das mal für euch angeschaut.

Das Verteidigungsministerium erhält 2026 rund 82,7 Mrd. € im Kernhaushalt sowie 25,5 Mrd. € aus dem Sondervermögen – insgesamt also über 108 Mrd. € für die Bundeswehr. Der Schwerpunkt liegt auf neuen Planstellen, Ausrüstung und Infrastruktur – kein direktes Signal zur Verkehrstransformation.

Im Bereich Smart City schrumpfen die Mittel. Klimaschutzprojekte im Verkehrssektor aus dem Klima- und Transformationsfonds werden gekappt, Strukturänderungen bleiben eher symbolisch.

Die Position aus der Verkehrsbranche ist deutlich: Statt neuer Mittel fließen viele Gelder nur umgelagert in den Schienenbereich. Großes Potenzial für Rad-, Bus- und Fußverkehr bleibt ungenutzt.

📌 Schnell-Check: Was bedeutet das für die Mobilitätswende?
Keine Aufbruchsstimmung im Verkehrsbereich – kein frisches Geld für Radwege oder ÖPNV-Innovationen
Fortführung des bisherigen Kurses: Schwerpunkt Schiene & Verteidigung, statt Systemwende bei Stadtmobilität
Sondervermögen stützt Stimmung in Infrastruktur, verschluckt aber Mittel, die langfristig für nachhaltige Mobilität investiert werden könnten

Deine Takeaways

* Verteidigungsetat priorisiert
* Verkehrsinvestitionen fraglich
* Auswirkungen auf Verkehrswende

mehr Hintergrundinformationen
Artikel auf background.tagesspiegel.de – Fachportal für politische Hintergrundinformationen

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