23. September 2025 | 14:58 Uhr

Gründer Roman Arnold zurück an der Spitze von Canyon
Roman Arnold, der Gründer des Koblenzer Fahrradherstellers Canyon, hat Anfang September 2025 die Unternehmensführung wieder übernommen. Nach dreieinhalb Jahren unter Nicolas De Ros Wallace, der den Umsatz während der Corona-Pandemie steigern konnte, sieht sich Canyon nun mit stagnierenden Verkaufszahlen und einem herausfordernden Marktumfeld konfrontiert. Arnold, der das Unternehmen einst aus dem Nichts aufbaute, soll die Geschicke des Unternehmens in eine positive Richtung lenken und die Innovationskultur stärken.
Roman Arnold, der 62-jährige Gründer von Canyon, hat die Unternehmensführung des Koblenzer Fahrradherstellers wieder übernommen. Nach einer dreieinhalbjährigen Pause, in der Nicolas De Ros Wallace als CEO fungierte, kehrt Arnold zurück, um die Herausforderungen des Unternehmens zu bewältigen. Unter Wallace konnte Canyon während der Corona-Pandemie den Umsatz von 450 Millionen Euro auf nahezu 800 Millionen Euro steigern und die Internationalisierung vorantreiben, indem neue Geschäftsstellen in Ländern wie China und Kanada eröffnet wurden.
Allerdings hat sich der anfängliche Corona-Boom als vorübergehend erwiesen. Die Verkaufszahlen stagnieren, und die angestrebte Umsatzmilliarde für 2025 scheint unerreichbar. Die gesamte Fahrradbranche kämpft mit Überbeständen und einer intensiven Rabattschlacht, die auch Canyon in die roten Zahlen gedrängt hat. Arnold, der bereits in seiner Jugend Fahrradzubehör verkaufte, soll nun die Wende einleiten.
Canyon war einst Pionier im Onlinehandel und setzte früh auf Direktvertrieb. Arnold wird als die Person angesehen, die die Innovations- und Performancekultur des Unternehmens verkörpert. Dennoch gibt es auch Herausforderungen, wie Qualitätsmängel bei E-Mountainbike-Modellen, die zu Rückrufen führten. Die Lagerbestände konnten in den letzten zwölf Monaten um 15 Prozent reduziert werden, jedoch bleibt das Unternehmen vorsichtig und vermeidet den Aufbau von Überbeständen.
Die finanzielle Situation von Canyon ist ebenfalls angespannt. Der größte Anteilseigner, die belgische Groupe Bruxelles Lambert, hat den Wert ihrer Beteiligung an Canyon innerhalb eines Jahres um 43 Prozent gesenkt. Dies verdeutlicht die Schwierigkeiten, mit denen das Unternehmen konfrontiert ist. Arnold wird nun die Aufgabe haben, Canyon durch diese turbulente Phase zu navigieren und die Marke wieder auf Kurs zu bringen.
- Roman Arnold kehrt als CEO zurück.
- Canyon kämpft mit stagnierenden Verkaufszahlen.
- Lagerbestände um 15 Prozent reduziert. 📉
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