07. Mai 2026 | 10:20 Uhr

In Berlin plant die Verkehrssenatsverwaltung den Rückbau einer Rad- und Busspur in Steglitz. Diese Entscheidung könnte die bereits angestoßene Verkehrswende gefährden. Der Radweg, der seit 2022 besteht, sollte den Fahrradfahrenden eine sichere und breite Spur bieten, anstatt sie auf schmale Gehwegstreifen zu drängen.
Der Bezirksstadtrat Urban Aykal (Grüne) äußerte sich besorgt über die Ankündigung und bezeichnete sie als Rückbau. Die Senatsverwaltung hatte zuvor die Freigabe der Fahrbahn aufgrund der schlechten Qualität des alten Weges angeregt. Der geplante Rückbau könnte auch den Busverkehr beeinträchtigen, da es sich um eine kombinierte Spur handelt.
Die Senatsverwaltung begründet den Rückbau mit Stauproblemen an der Kreuzung zur Autobahnauffahrt A 103. Laut Pressesprecherin Petra Nelken sei die Frequenz des Fuß- und Radverkehrs jedoch als „überschaubar“ einzustufen. Diese Einschätzung wird von Verkehrspolitikern als fragwürdig angesehen, da aktuelle Daten eine Nutzung von 1.440 Radfahrenden in 12 Stunden zeigen.
Die Entscheidung könnte weitreichende Folgen für die Verkehrswende in Berlin haben. Kritiker befürchten, dass der Rückbau die Sicherheit von Radfahrenden und Fußgängern gefährdet. Der Fahrradverein ADFC und die Deutsche Umwelthilfe kündigten rechtliche Schritte an, da der Rückbau gegen mehrere Vorschriften verstoßen könnte. Der Mobilitätsgesetz-Entwurf, der separate Radwege an Hauptstraßen vorsieht, könnte ebenfalls gefährdet sein.
- Rückbau gefährdet Berlins Verkehrswende
- Radweg sollte Sicherheit erhöhen
- Rechtliche Schritte gegen Rückbau angekündigt
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