Der rundum sorglos Plan von allrid-E: Bikeleasing mit linexo

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Ein Bike kaufen ist das eine – sich danach um nichts mehr kümmern zu müssen, das andere. Genau hier setzt allrid-E gemeinsam mit seinem Partner linexo an. Versicherung, Leasing und Wartung: Alles greift ineinander. Kein Papierkram, keine Vorkasse, keine Diskussionen – Rad abgeben, kümmern lassen, weiterfahren. Für Kund*innen maximal entspannt, für den Händler effizient.

Lorenz im Interview mit Peer Schöninger

Hey Peer, ihr seid hier mit allrid-E mitten in Schleswig-Holstein und dann steht da plötzlich diese große Halle. Warum genau dieser Standort?

Der wichtigste Grund ist tatsächlich: Platz. Den haben wir hier einfach und das ist ein riesiger Vorteil. Wir haben uns sehr bewusst dafür entschieden, nicht in die Stadt zu gehen, sondern hier draußen zu bauen. Viele neue Fahrradläden ziehen heute in Industriegebiete, weil man dort bessere Möglichkeiten hat, Räder wirklich zu testen. Genau das haben wir hier auch – nur noch ein Stück freier. Rund um uns gibt es verschiedenste Untergründe und Strecken, auf denen man direkt ausprobieren kann, wie sich ein Rad wirklich fährt. Dazu kommen die Ruhe und die Natur – das tut nicht nur uns gut, sondern auch unseren Hunden. Und vielleicht ist genau das der Punkt: Wer zu uns kommt, kommt ganz bewusst. Hier fährt niemand zufällig vorbei. Wer den Weg auf sich nimmt und auf unseren Parkplatz rollt, hat ein konkretes Anliegen und genau darauf können wir uns dann auch konzentrieren.

Erzähl doch mal: Wer steckt hinter allrid-E und wie war deine Geschichte?

Also, ich sage immer ganz gern: Ich war mal Schmuggler. Das muss man natürlich erklären. Ich komme ursprünglich aus Pforzheim – der Goldstadt. Da hat gefühlt jede*r irgendwie mit Schmuck zu tun, ich auch. Ich hatte dort meine eigene Schmuckfirma, das lief alles gut und war auch erfolgreich. Aber irgendwann habe ich gemerkt: Mein Arbeitsplatz ist nur noch der Schreibtisch. Ich bin da kaum noch weggekommen, nicht mal mehr auf Messen. Und dann kam der Punkt, an dem ich gesagt habe: Ich will meinem Leben nochmal eine andere Richtung geben. Mehr Bewegung, mehr Aktivität, einfach wieder ein bisschen näher dran sein an dem, was ich tue. Dann sind wir – Julia und ich – erstmal losgezogen und haben uns Campingplätze angeschaut. Die Idee war, selbst einen zu betreiben. So ein Ort mit Charakter, ein bisschen wie die Bretterbude in Heiligenhafen: außergewöhnlich, gut gestaltet, gutes Essen, ein Platz, zu dem man fährt, auch wenn man eigentlich gar kein Camper ist. Am Ende haben wir aber keinen passenden Standort gefunden. Und dann kam ein Anruf von meinem Schwager: „Du hast doch mal von einem E-Bike-Store erzählt – warum machen wir das nicht hier oben?“ Das war im Grunde der Moment. Wir sind hochgefahren, haben uns das angeschaut und vier Monate später saß ich im Umzugswagen. Kurz darauf ging auch schon der Bau der Halle los. Und dann sind wir einfach geblieben. Was man vielleicht dazu sagen muss: Ich bin kein klassischer Fahrradmensch. Ich bin Kaufmann – ursprünglich sogar Reiseverkehrskaufmann. Über den Schmuck habe ich gelernt, dass das Produkt am Ende gar nicht so entscheidend ist, solange man es versteht und mit Leidenschaft dahintersteht. Das ganze technische Know-how rund ums Fahrrad steckt bei uns im Team. Ich habe mir das natürlich über die Zeit angeeignet, aber ich bin keiner, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Genau das prägt auch unser Konzept hier: ein klarer, unternehmerischer Blick – kombiniert mit echter Begeisterung im Team.

Was bietet ihr euren Kund*innen konkret an?

Wir verstehen uns als Komplettanbieter rund ums E-Bike – mit einer Ausnahme: Lastenräder. Das liegt schlicht am Platz. Der Store wirkt zwar groß, aber die Verkaufsfläche ist begrenzt, und die Vielfalt, die dieses Segment braucht, können wir hier nicht in der Tiefe abbilden. Wenn jemand ein Lastenrad sucht, vermitteln wir das gern weiter oder besorgen es – aber unser Fokus liegt woanders. Dafür decken wir im E-Bike-Bereich eigentlich alles ab: vom E-MTB über Tiefeinsteiger und SUV-Bikes bis hin zu E-Gravel. Unser Anspruch ist, dass niemand den Laden verlässt, weil wir „nicht das passende Rad“ haben. Im Gegenteil: Idealerweise fährt jede*r bei uns mehrere Modelle Probe – vier, fünf oder auch sechs Räder – um wirklich herauszufinden, was passt. Und wenn es dann noch nicht ganz stimmt, passen wir das Rad direkt an. Lenker zu tief? Wird höher gesetzt. Vorbau tauschen? Machen wir sofort. Wir wollen, dass sich das Rad direkt richtig anfühlt – und genau deshalb arbeiten wir extrem serviceorientiert.

Wie würdet ihr euer Sortiment und euren Fokus beschreiben?

Grundsätzlich wollen wir die gesamte Bandbreite im E-Bike-Bereich abdecken – vom Einstieg bis zum sportlichen Einsatz. Neben dem anhaltenden E-Bike-Trend merken wir gerade auch, dass das Thema Gravel stark wächst, deshalb haben wir uns dort bewusst gut aufgestellt. Ein besonderer Fokus liegt bei uns aber definitiv auf dem E-MTB. Gerade im Vergleich zu anderen Läden hier im Norden sind wir da breiter aufgestellt. Und auch wenn viele erst mal denken, Schleswig-Holstein sei dafür vielleicht nicht das klassische Terrain – es gibt hier und in der Umgebung richtig gute Möglichkeiten. Ob in den Hüttener Bergen, in den Harburger Bergen oder auch bei uns in der Nähe: Die Strecken sind da. Und wir fahren regelmäßig nach Dänemark, wo mittlerweile alle paar Kilometer perfekt ausgebaute Trailparks entstehen – mit Strecken für jedes Level. Daraus hat sich bei uns auch mehr entwickelt als nur ein klassisches Store-Konzept. Wir wollen nicht nur Räder verkaufen, sondern Menschen aufs Rad bringen – im wahrsten Sinne. Wir organisieren gemeinsame Ausfahrten, Wochenenden und Events, bei denen es ums Erleben geht. Und genau da entsteht etwas Besonderes: Viele Kund*innen werden mit der Zeit zu Wegbegleiter*innen. Einige bieten inzwischen selbst Touren an, einfach weil sie Lust darauf haben und Teil dieser Community sind. Am Ende geht es uns nicht nur darum, ein Bike zu verkaufen – sondern darum, gemeinsam unterwegs zu sein.

Wie findet man eure Touren und Angebote und wer kommt eigentlich zu euch?

Am einfachsten über unsere eigenen Kanäle. Auf der Website stehen immer die nächsten Termine, dazu kommt ein monatlicher Newsletter, in dem wir unsere Touren bündeln. Auch über Instagram oder unsere App spielen wir das regelmäßig aus. Was aber fast noch schöner ist: Die Community organisiert sich längst selbst. Es gibt eigene WhatsApp-Gruppen und wenn jemand biken geht, wird das dort einfach reingeschrieben. Alleine fährt da eigentlich niemand mehr los. Und das merkt man auch bei der Reichweite. Wir sitzen hier zwar mitten in Schleswig-Holstein, aber die Leute kommen inzwischen aus allen Richtungen. Das hat natürlich ein bisschen gedauert – wir sind jetzt seit fünf Jahren am Start und haben viel dafür getan, sichtbar zu werden. Heute finden uns viele über Empfehlungen, über Herstellerseiten oder ganz klassisch über Google. Und die vielen positiven Bewertungen helfen natürlich auch – aber vor allem das, was man sich nicht kaufen kann: Mundpropaganda. Oder anders gesagt: Unsere Kund*innen bringen neue Kundinnen mit. Und das sagt am Ende wahrscheinlich mehr aus als jede Werbung.

Wie wichtig ist euch der persönliche Kontakt – gerade in Zeiten von Online-Shops und digitaler Präsenz?

Unsere digitalen Kanäle sind wichtig, klar – Website, Instagram, Newsletter, App. Darüber finden die Leute zu uns, informieren sich, bleiben dran. Aber wir verstehen uns ganz bewusst nicht als Online-Shop. Der Kern ist und bleibt der Laden hier vor Ort. Wir wollen, dass die Menschen zu uns kommen, die Räder ausprobieren, sich Zeit nehmen und gemeinsam mit uns herausfinden, was wirklich passt. Dieses individuelle Anpassen – vom Setup bis zur Sitzposition – funktioniert einfach nicht über Versand. Beim Thema Bike-Fitting zum Beispiel arbeiten wir bewusst mit Expertise von außen. Wir machen das nicht selbst, sondern kooperieren mit Mirka, die darauf spezialisiert ist. Sie bietet Workshops an, und viele, die daran teilnehmen, gehen anschließend direkt zum Fitting zu ihr. Für uns ist das der bessere Weg: nicht alles selbst abdecken wollen, sondern mit den richtigen Leuten zusammenarbeiten. Am Ende geht es um das Erlebnis. Du kannst noch so viele Events besuchen – aber nichts ersetzt den Moment, wenn du hier reinkommst, das Team triffst und das Ganze wirklich spürst. Dieses Herzblut, das hier drin steckt, lässt sich nicht digital abbilden. Dafür musst du einfach vor Ort sein.

Gibt es im Sortiment Dinge, die besonders herausstechen – oder verkauft sich alles gleichermaßen?

Tatsächlich ist unser Verkauf ziemlich breit aufgestellt. Wir haben viel im komfortorientierten Bereich – klassische Tiefeinsteiger, oft auch mit Rücktritt – aber genauso stark ist das sportliche Segment vertreten. Am Ende wird hier wirklich alles gefahren und genutzt, vom Alltagsrad bis zum E-MTB. Selbst E-Mobility-Lösungen jenseits des klassischen Fahrrads gehören bei uns dazu. Ein eher ungewöhnliches Produkt im Sortiment ist zum Beispiel das Brekr – ein hochwertiges E-Moped aus den Niederlanden, das sich bewusst zwischen Fahrrad und motorisierter Mobilität bewegt. Spannend ist dabei, dass die Marke auch ein passendes E-Bike entwickelt hat und so beide Welten miteinander verbindet. Ein Bereich, der uns besonders wichtig ist, sind Räder für sehr große Menschen. Das ist ein Segment, das oft unterschätzt wird – weil passende Bikes schlicht schwer zu finden sind. Wir haben uns deshalb gezielt damit beschäftigt und arbeiten hier mit individuell konfigurierbaren Lösungen. So können wir Räder anbieten, die nicht nur von der Größe her passen, sondern auch in Ausstattung und Geometrie wirklich auf die Person abgestimmt sind. Am Ende zeigt sich auch hier wieder unser Ansatz: möglichst viele Menschen aufs passende Rad bringen – unabhängig von Anforderungen, Körpergröße oder Fahrstil.

Wie sieht euer Werkstattservice aus?

Die Werkstatt ist ein ganz zentraler Bestandteil bei uns. Wir sind eine Vollwerkstatt – von der klassischen Inspektion bis hin zum Dämpferservice machen wir alles im Haus. Nichts wird ausgelagert. Und wichtig: Wir kümmern uns nicht nur um Räder, die bei uns gekauft wurden. Auch Fremdräder sind bei uns willkommen – und werden genauso behandelt wie unsere eigenen. Die Haltung dahinter ist simpel: Wenn ich jemanden wegschicke, nur weil das Rad nicht bei uns gekauft wurde, wird diese Person auch später nicht mehr zurückkommen. Bei den Wartezeiten unterscheiden wir ganz klar zwischen planbaren und akuten Fällen. Eine Inspektion braucht Zeit – die ist planbar, sowohl für die Kund*innen als auch für uns. Entsprechend muss man hier mit etwas Vorlauf rechnen. Anders sieht es bei spontanen Problemen aus: Wenn etwas kaputt geht, ein Platten da ist oder kleinere Dinge schnell erledigt werden können, dann kommt das Rad direkt auf den Tisch. Ohne Termin. Sofort. Das funktioniert jetzt seit fünf Jahren – auch in sehr intensiven Zeiten – erstaunlich gut. Klar, mit wachsender Anzahl an Rädern wird es immer sportlicher. Aber genau dieser Servicegedanke ist das, was unsere Kund*innen schätzen.

Welche Rolle spielt linexo bei euch im Bereich Leasing und Versicherung?

linexo ist für uns aktuell der zentrale Partner, wenn es um Versicherung und mittlerweile auch um Leasing geht. Vor allem deshalb, weil das Gesamtpaket einfach funktioniert – für uns im Alltag genauso wie für unsere Kund*innen. Der größte Vorteil: Es läuft unkompliziert. Wenn ein Rad kaputt ist, wird es bei uns abgegeben, wir kümmern uns um alles Weitere und rechnen direkt ab. Niemand muss in Vorkasse gehen, niemand hängt in komplizierten Prozessen fest. Für die Kund*innen ist das extrem entspannt und für uns als Händler ebenso. Auch inhaltlich passt das Paket: Wartung ist integriert, Verschleiß wird abgedeckt, sogar Diebstahl ist umfassend abgesichert. Das gibt Sicherheit und nimmt vielen die Sorge, die sonst mit einem hochwertigen E-Bike verbunden ist. Was wir außerdem schätzen, ist die Zusammenarbeit selbst. linexo ist nah dran, hört zu und entwickelt das Produkt stetig weiter. Dinge werden schnell umgesetzt, Feedback wird ernst genommen – das merkt man im täglichen Arbeiten. Am Ende ist es genau das, was wir unseren Kund*innen bieten wollen: ein System, das einfach läuft. Fahrrad aussuchen, losfahren und sich um den Rest möglichst wenig Gedanken machen müssen.

Wie sehen eure Zukunftspläne aus?

Wir sind hier am Standort total angekommen – und ehrlich gesagt auch sehr glücklich damit. Wachstum bedeutet für uns nicht unbedingt, neue Filialen aufzumachen, sondern besser zu werden in dem, was wir hier tun. Unser Fokus liegt darauf, das Konzept immer weiter zu schärfen. Wir hinterfragen uns ständig: Was machen wir gut? Wo können wir noch besser werden? Dieser Prozess hört eigentlich nie auf und genau daraus entsteht Schritt für Schritt ein immer runderes Gesamtbild. Ein Thema, das wir weiter ausbauen wollen, ist der Service rund um den Besuch bei uns. Zum Beispiel mit einem Hol- und Bring-Service. Die Idee dahinter ist simpel: Wir möchten unseren Kund*innen keinen Grund geben, nicht zu uns zu kommen. Am Ende geht es darum, das Erlebnis kontinuierlich weiterzuentwickeln. Oder, wie wir es sagen: Wir rühren weiter an unserem Zaubertrank – bis er wirklich perfekt ist.

Wie groß ist euer Team und welche Rolle spielt Ausbildung bei euch?

Wir sind aktuell rund 15 Leute im Team – inklusive Auszubildenden – und haben täglich von Montag bis Samstag geöffnet. Ausbildung ist für uns ein wichtiges Thema und wird in Zukunft noch weiter ausgebaut. Neben der Werkstatt wollen wir perspektivisch auch im Verkauf ausbilden. Uns ist dabei vor allem eines wichtig: Qualität. Wir verstehen uns als echter Fachbetrieb – mit entsprechendem Anspruch an unser Team. In der Werkstatt arbeiten ausschließlich erfahrene Leute, viele davon schon lange im Beruf. Einige holen aktuell noch ihren offiziellen Abschluss nach, indem sie die Gesellenprüfung ablegen. Perspektivisch sollen alle Mitarbeitenden diesen Qualifikationsnachweis haben. Zusätzlich haben wir Meister im Team und bauen das weiter aus. Die Idee dahinter ist klar: Wer zu uns kommt, soll wissen, dass er oder sie in guten Händen ist. Fachwissen, Erfahrung und echtes Handwerk stehen bei uns im Mittelpunkt. Oder, wie wir intern gern sagen: Bei uns arbeiten eigentlich nur Profis.

Vielen Dank an euch!

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