04. November 2026 | 11:00 Uhr

Die Ergebnisse des Alten Rad-Reports 2026 zeigen, dass der stationäre Fachhandel im Fahrradsektor stark bleibt, während Künstliche Intelligenz und der Markt für Gebrauchträder an Bedeutung gewinnen.
Der Alteos Rad-Report 2026, erstellt durch das Marktforschungsunternehmen Civey, zeigt, dass der stationäre Fachhandel nach wie vor die erste Wahl für Fahrradkäufer ist. 65,8 Prozent der Befragten würden ein Neurad im Fachgeschäft erwerben, wobei dieser Wert bei E-Bike-Besitzenden auf 74,3 Prozent steigt. Dies verdeutlicht die anhaltende Bedeutung der persönlichen Beratung im Kaufprozess.
Die Studie zeigt auch, dass 52,1 Prozent der Kunden ohne feste Marken- oder Modellentscheidung in den Laden kommen. Dies hebt die Rolle der Fachhändler hervor, die durch individuelle Beratung und Expertise überzeugen können. Während die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) für die Fahrradrecherche bei 11,0 Prozent der Radfahrenden liegt, hat sie kaum Einfluss auf die Wahl des Händlers: Nur 3,7 Prozent nutzen KI für die Händlersuche.
Im Bereich der After-Sales-Services bleibt ein großes Potenzial ungenutzt. 61,9 Prozent der Radfahrenden haben in den letzten zwölf Monaten keine Serviceleistungen des Fachhandels in Anspruch genommen, und 23,2 Prozent der Händler bieten keine After-Sales-Leistungen an. Die Zufriedenheit der Kunden, die solche Angebote nutzen, ist jedoch überwiegend positiv.
Der Markt für gebrauchte Fahrräder zeigt ebenfalls eine positive Entwicklung. 39,0 Prozent der potenziellen Käufer würden ein gebrauchtes Rad bevorzugt im Fachgeschäft erwerben, was die starke Marktposition des stationären Handels unterstreicht. Der Anteil der Händler, die den Gebrauchtradverkauf als relevantes Geschäftsfeld betrachten, ist von 0,9 Prozent im Jahr 2025 auf 10 Prozent gestiegen.
Dr. Sebastian Sieglerschmidt, Geschäftsführer von Alteos, hebt hervor, dass der Fachhandel seine Stärken über den Fahrradverkauf hinaus ausbauen sollte. Die Kombination aus digitaler Sichtbarkeit, persönlicher Beratung und zuverlässigen Serviceangeboten könnte neue Ertragsmöglichkeiten und langfristige Kundenbeziehungen schaffen.
• 65,8 Prozent der Befragten bevorzugen den Kauf von Neurädern im Fachhandel, während 74,3 Prozent der E-Bike-Besitzenden dies tun.
• Die Nutzung von KI zur Recherche ist gestiegen, hat jedoch kaum Einfluss auf die Händlersuche.
• Der Markt für gebrauchte Fahrräder gewinnt an Bedeutung, 39,0 Prozent der Käufer würden ein gebrauchtes Rad im Fachgeschäft erwerben.
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