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08. September 2026 | 12:04 Uhr
von Lorenz Oberdoerster

Der deutsche Fahrradmarkt steht unter Druck. Im Jahr 2025 verzeichnete die Fahrradbranche erneut einen Rückgang bei Umsatz und Beschäftigung. Laut einer Studie des T3 Transportation Think Tank, die im Auftrag des Verbands Zukunft Fahrrad erstellt wurde, sank die Zahl der Beschäftigten um 3 Prozent auf etwa 74.300. Besonders betroffen sind die Herstellung und der Handel, wo 5 Prozent beziehungsweise 3 Prozent der Arbeitsplätze verloren gingen.
Die Umsätze fielen um 7 Prozent auf 25,2 Milliarden Euro. Inflationsbereinigt betrugen die Erlöse nur noch 20,8 Milliarden Euro, was unter dem Niveau von 2020 liegt. Hohe Lagerbestände, insbesondere bei E-Bikes, führten zu Preisnachlässen, die den Umsatz weiter drückten. E-Bikes machen etwa drei Viertel der Erlöse aus, und die Branche kämpft weiterhin mit unzureichend abgebauten Lagerbeständen.
Für das Jahr 2026 wird keine Besserung erwartet. Unternehmen wie Porsche und Canyon haben bereits Stellenstreichungen angekündigt, die sich in den kommenden Statistiken niederschlagen werden. Canyon plant den Abbau von 200 Stellen, während Accell Deutschland mit 370 gefährdeten Arbeitsplätzen konfrontiert ist. Die Unsicherheit in der Branche bleibt hoch, da die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin herausfordernd sind.
Die Verbände der Branche fordern von der Politik Unterstützung, um den unfairen Wettbewerb durch Billigprodukte aus China zu bekämpfen. Trotz der Einführung von Antidumping-Zöllen bleibt der Druck durch subventionierte Produkte aus China hoch. Die Branche sieht sich mit Herausforderungen konfrontiert, die eine wirksame Marktüberwachung und einen gestärkten Zoll erfordern, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
- Umsatz der Fahrradbranche sinkt um 7 Prozent
- 74.300 Beschäftigte in der Branche betroffen
- Politik gefordert gegen Billigprodukte aus China
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