27. August 2026 | 11:32 Uhr

Fahrradbranche erkennt Potenzial von Frauen - Studie zeigt (überraschendes) Kaufkriterium

von Lorenz Oberdoerster

fearless female cyclist socken

Die Fahrradbranche entdeckt Frauen als wichtigen Markt. Eine aktuelle Studie prognostiziert, dass Frauen bis 2030 für bis zu 950 Millionen Euro zusätzlichen Umsatz sorgen könnten. Trotz ihres Anteils von 51 Prozent an der Bevölkerung generieren Frauen derzeit nur 38 Prozent des Umsatzes im deutschen Fahrradmarkt, der 2022 ein Volumen von 12,2 Milliarden Euro hatte.

Die Studie zeigt, dass Frauen beim Radfahren häufig Sicherheitsbedenken haben. 49 Prozent der befragten Frauen fühlen sich im Straßenverkehr unsicher, während dies nur für 33 Prozent der Männer gilt. Sicherheit ist für 56 Prozent der Frauen ein entscheidendes Kriterium beim Fahrradkauf. Die Gruppe der „Safety Seeking Riders“ könnte durch bessere Infrastruktur und Beratung zum Radfahren motiviert werden.

Die Herausforderungen für die Branche sind jedoch erheblich. Eine bessere Produktpräsentation allein reicht nicht aus, um die Sicherheitsbedenken zu adressieren. Fehlende Radwege und chaotische Verkehrssituationen stellen große Hürden dar. Händler und Hersteller müssen sich stärker für eine verbesserte Infrastruktur einsetzen, um das Radfahren für alle sicherer und attraktiver zu machen.

Die Studie legt nahe, dass die Fahrradbranche nicht nur auf neue Modelle und Marketing setzen kann, um Wachstum zu generieren. Eine aktive Mitgestaltung an der Verbesserung der Rahmenbedingungen könnte langfristig entscheidend sein, um mehr Menschen für das Radfahren zu gewinnen.

Deine Takeaways

- Frauen könnten bis 2030 bis zu 950 Millionen Euro Umsatz bringen
- Sicherheitsbedenken bremsen Frauen beim Radfahren
- Infrastrukturverbesserungen sind für Wachstum entscheidend

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