29. Juli 2025 | 16:07 Uhr

Dortmund hat beim letzten Fahrradklimatest schlecht abgeschnitten. Doch wie positionieren sich die Parteien bei der Kommunalwahl in Sachen nachhaltige Mobilität – speziell beim Radverkehr? Wir haben uns die Programme der aussichtsreichen Parteien angeschaut.
Die Dortmunder Grünen wollen den „Masterplan Mobilität“ aktiv umsetzen. Im Zentrum steht der Ausbau eines lückenlosen Radnetzes – mit Fahrradstraßen, besseren Ampelschaltungen und sichereren Übergängen. Eine klare Priorität liegt auf der Trennung von Auto‑, Rad- und Fußverkehr – mit dem Ziel, auch weniger geübten oder älteren Menschen das Radfahren zu erleichtern.
Sie fordern außerdem Investitionen auf Kopenhagen-Niveau: rund 30 Euro pro Person und Jahr für den Radverkehr.
Quellen:
https://www.klimabuendnis-dortmund.de/wps-mobilitaet-2
https://www.dielinke-dortmund.de/politik/positionen-do/kommunalwahl-dortmund0/programm-intro0
Die SPD Dortmund spricht sich für mehr Bürgerbeteiligung bei Verkehrsentscheidungen aus. Auch der Ausbau von Rad- und Fußwegen wird angesprochen – jedoch ohne konkrete Zielvorgaben oder Budgets. Insgesamt bleibt das Thema Radverkehr eher allgemein eingebettet in den größeren Kontext sozial gerechter Mobilität.
Der Schwerpunkt liegt stärker auf einem guten ÖPNV und günstigen Tarifen, während der Radverkehr meist nur am Rand mitgedacht wird.
Quellen:
https://www.klimabuendnis-dortmund.de/wps-mobilitaet-2
https://www.nordstadtblogger.de/wp-content/uploads/2025/06/spd-do_kommunalwahlprogramm_2025.pdf
https://www.spd-dortmund.de/aktuelles/news/detail/unser-wahlprogramm-fuer-dortmund
Die CDU setzt auf nachhaltige Mobilität, ohne dabei klar definierte Maßnahmen für den Radverkehr vorzulegen. Der Ausbau von Schnellbuslinien steht im Fokus. Das Fahrrad taucht zwar als Teil moderner Stadtentwicklung auf, wird jedoch nicht strategisch priorisiert.
Die CDU unterstützt die Trennung verschiedener Verkehrsarten, vermeidet aber konkrete Investitionsziele oder Programme für mehr Radverkehr.
Quellen:
https://www.klimabuendnis-dortmund.de/wps-mobilitaet-2
https://www.cdu-nrw.de/mobilitaet
https://www.ruhrnachrichten.de/dortmund/wahlprogramm-check-kommunalwahl-2025-dortmund-stadtrat-parteien-verkehr-bus-bahn-auto-strassenpolitik-w1058541-2001750283
Die Linke geht deutlich weiter: Mobilität soll ein öffentliches Gut sein – mit kostenfreiem ÖPNV für Schüler:innen, Azubis und Menschen mit geringem Einkommen.
Sie fordern Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in der Stadt, höhere Gebühren für große Fahrzeuge und eine Umgestaltung des Wallrings – weniger Autos, mehr Platz für Rad- und Fußverkehr. Außerdem setzt sich die Partei für mehr Personal bei Verkehrsüberwachung und eine bessere Baustellensicherung ein.
Quellen:
https://www.dielinke-dortmund.de/fileadmin/kvdortmund/Dokumente/Positionen/Kommunalwahlprogramm-2020-DIE-LINKE_Dortmund.pdf
https://www.nordstadtblogger.de/gemeinsam-solidarisch-gerecht-unser-dortmund-lautet-das-programm-von-die-linke
https://www.ruhrnachrichten.de/dortmund/wahlprogramm-check-kommunalwahl-2025-dortmund-stadtrat-parteien-verkehr-bus-bahn-auto-strassenpolitik-w1058541-2001750283
Volt betont auf Bundesebene eine klimaneutrale Mobilität. Lokale Konzepte für Dortmund sind bislang kaum konkretisiert.
FDP stellt die individuelle Mobilitätsfreiheit in den Mittelpunkt – ohne nennenswerte Aussagen zum Radverkehr.
Bürgerliste verzichtet weitgehend auf Aussagen zum Thema Verkehr. Im Fokus stehen stattdessen Bürgerbeteiligung, Integration und Bildung.
Quellen:
https://www.klimabuendnis-dortmund.de/wps-mobilitaet-2
https://www.nordstadtblogger.de/die-kommunalwahlen-2025-koennen-kommen-die-listen-und-kandidierenden-in-dortmund-stehen
https://de.wikipedia.org/wiki/Bürgerliste_für_Dortmund
* Verkehrspolitik im Wahlprogramm-Fokus
* Vergleich der Parteipositionen
* Entscheidungshilfe für Wähler*innen
WE RIDE GmbH
Gießerstraße 18
04229 Leipzig