10. März 2026 | 11:27 Uhr

Limburgs Kommunalwahl 2026: Radverkehr rückt ins Zentrum der Politik

von Lorenz Oberdoerster

(c) Lorenz Oberdoerster / WE RIDE

Im Vorfeld der Kommunalwahl am 15. März 2026 befragte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Limburg-Weilburg die Parteien zu ihren Positionen zur Förderung des Radverkehrs. Diese Befragung steht im Kontext des Masterplans Mobilität 2030, der eine Verkehrswende in der Stadt anstrebt. Zu den zentralen Maßnahmen gehören drei geplante Velorouten, die Limburg mit umliegenden Städten verbinden sollen.

Die Antworten der Parteien zeigen eine breite Unterstützung für den Ausbau der Radinfrastruktur, jedoch mit unterschiedlichen politischen Prioritäten. Bündnis 90/Die Grünen bewerten ihre Unterstützung mit der Höchstnote 10 und betonen ihr Engagement für den Fortschritt beim Ausbau von Radwegen. Auch die SPD und Die Linke zeigen hohe Bewertungen zwischen 9 und 10 Punkten, wobei die SPD auf praktische Hürden hinweist, wie fehlende finanzielle Mittel für Machbarkeitsstudien.

Die CDU unterstützt die geplanten Lückenschlüsse und vergibt 9 Punkte, sieht jedoch die Notwendigkeit von Abwägungen zwischen Auto- und Radverkehr und vergibt hierfür 6 Punkte. Die FDP lehnt eine Bewertung auf der vorgeschlagenen Skala ab und plädiert für eine ausgewogene Verkehrspolitik. Der ADFC zeigt sich optimistisch, dass die Rückmeldungen der Parteien Fortschritte im Radverkehrskonzept ermöglichen könnten.

Die Diskussion über zentrale Fragen, wie die Rolle von Hessen Mobil und mögliche Flächenkonflikte, bleibt jedoch offen. Der ADFC wird die Entwicklung der Radverkehrspolitik in Limburg auch nach der Wahl weiterhin aufmerksam begleiten.

Deine Takeaways

- ADFC befragt Parteien zu Radverkehrspositionen
- Bündnis 90/Die Grünen erhält Höchstnote 10
- CDU sieht Abwägungen zwischen Auto- und Radverkehr

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