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03. Dezember 2025 | 16:09 Uhr
von Lorenz Oberdoerster

Die AfD im Stuttgarter Gemeinderat hat einen Vorschlag zur Einführung einer Fahrrad-Steuer eingebracht. Diese soll jährlich mindestens 15 Euro pro Rad betragen und damit zur Stärkung des defizitären Haushalts beitragen. Die Fraktion rechnet mit etwa 90.000 Fahrrädern in der Stadt und erwartet Einnahmen von rund 1,6 Millionen Euro.
Der Lobbyverein Zweirad-Industrie-Verband e.V. (ZIV) schätzt jedoch, dass die tatsächlichen Zahlen deutlich höher liegen könnten. Statistisch besitzt jeder Deutsche mindestens ein Fahrrad oder E-Bike, was die Möglichkeit für zusätzliche Einnahmen durch eine Steuer erhöht. Bei einer Kennzeichnungspflicht könnte die Stadt Stuttgart sogar Einnahmen von über 10 Millionen Euro erzielen.
Die Stadtverwaltung hat jedoch Bedenken geäußert. Laut den Bürgermeistern Clemens Maier und Thomas Fuhrmann gibt es keine gesetzliche Grundlage für die Einführung eines solchen Infrastrukturbeitrags. Das neue Landesmobilitätsgesetz bietet zwar erweiterte Möglichkeiten für Kommunen, jedoch nicht für die Einführung einer Fahrrad-Steuer.
Die AfD argumentiert, dass eine Kennzeichenpflicht für Fahrräder zur Verkehrsgleichheit beitragen könnte. Sie sieht in der Steuer eine Möglichkeit, aggressives Verhalten von Radfahrern zu regulieren. Dennoch wird in der Stellungnahme der Stadtverwaltung betont, dass eine solche Regelung rechtlich nicht umsetzbar ist.
Wir sagen: Während die Brandmauerdebatte läuft und diese Partei eigentlich verboten gehört, ist es dennoch immer mal wieder ganz spannend zu sehen, was da so im politischen Alltag kommt. Nix bis wenig. Danke für den Vorschlag aber...Nein.
- AfD schlägt Fahrrad-Steuer von 15 Euro vor
- Stadtverwaltung sieht rechtliche Hürden
- ZIV schätzt höhere Einnahmen durch Steuer
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