08.06.2026 | 11:22 Uhr

Gekommen, um zu bleiben! Mount7 in Freiburg im Breisgau

von Anne-Katrin Hutschenreuter

Journal
(c) WE RIDE

Was macht einen wirklich guten Fahrradladen aus? Für Mount7 in Freiburg ist die Antwort erstaunlich einfach: Menschen, die Fahrräder lieben, ehrliche Beratung und ein Rad, das wirklich zur Person passt. Gemeinsam mit Geschäftsführer Hans-Joachim Bauer und Marketingverantwortlichem Kasi sprechen wir über die Geschichte von Mount7, die Bedeutung von Bikefitting, die besondere Unternehmenskultur und darüber, warum ein guter Cappuccino manchmal der perfekte Start für ein Fahrradgespräch ist.

Anne-Katrin und Cris im Interview mit Hans-Joachim Bauer (Geschäftsführer) und Kasi (Marketing) – bei einem guten Kaffee und einer kleinen Runde Milchschaum-Raten.

Freiburg. Gewerbegebiet. Draußen Regen, drinnen Cappuccino. Vor uns: ein Laden, der kein klassischer Bikeshop ist, sondern eher wie ein gut geöltes Zusammenspiel aus Werkstatt, Showroom und Wohnzimmer funktioniert. Klar, sportlich, funktional – und voller Leidenschaft. „Wir haben Mount7 gegründet, weil wir selbst diese echten Momente lieben – die Momente auf dem Rad, in denen einfach alles stimmt. Und weil wir wollten, dass andere sie auch erleben können“, erzählt Hans-Joachim Bauer. Gemeinsam mit Andreas Isele und Oliver Vonhausen hat er den Laden 2018 aus der Taufe gehoben – und seitdem Stück für Stück aufgebaut. Von der Marke bis zum Möbelstück ist hier nichts zufällig, sondern durchdacht. Wer zur Tür reinkommt, wird direkt mit einem Lächeln empfangen oder mit einem Kaffee eingeladen – Zeit, um kurz durchzuatmen. Der frühere Reinigungsgeräte-Showroom wurde in einen der bekanntesten Bike-Läden Freiburgs verwandelt – mit einem Interieur, das nicht nur funktioniert, sondern wirkt. Licht, Holz, Luft. Alles läuft auf die Mitte zu, wo Beratung, Gespräch und Begegnung stattfinden. Wer hier reinkommt, bleibt meist ein bisschen länger.

Und wer ein Rad sucht, wird erstmal vermessen. Für Hans ist das selbstverständlich: „Wir arbeiten mit dem Smartfit-System und machen vermutlich die meisten Vermessungen deutschlandweit. Uns geht’s darum, dass das Rad zur Person passt – bei jedem Modell, bei jedem Preisniveau.“ Das gilt für High-End-Rennräder genauso wie für E-City-Bikes mit tiefem Einstieg. „Wir machen das nicht nur bei 8.000-Euro-Rädern – sondern bei jedem Rad, das bei uns rausgeht.“ Dass das funktioniert, sieht man draußen. Auf den Straßen. Auf den Trails. Oder auf dem Parkplatz. „Die Leute sitzen einfach gut auf dem Rad – und das sieht man.“ Probefahrten sind Standard. Und wer will, bekommt sein Rad schon vorab angepasst – Sattelhöhe, Lenker, manchmal sogar den Vorbau. Aufwand? Ja. Aber einer, der sich lohnt. Für die Kund*innen und für Mount7. „Das ist kein Marketinggag, das spart uns am Ende Zeit. Und es macht die Leute zufriedener.“ 

Auch nach dem Kauf bleibt Mount7 ansprechbar – und zuverlässig. Die Werkstatt ist fester Bestandteil des Konzepts: Fachmännische Reparaturen und Inspektionen von Fahrrädern und E-Bikes gehören hier genauso dazu wie Garantieabwicklungen für Marken wie Giant, Mondraker, Cervélo, Santa Cruz oder Cannondale. Wer sein Rad über JobRad oder ein Leasingmodell bezogen hat, ist ebenfalls gut aufgehoben – die Inspektion läuft unkompliziert und professionell. Der Service ist bewusst auf Bestandskund*innen fokussiert, um Versprechen einzuhalten und Reparaturen in angemessener Zeit umzusetzen. Für alle anderen gibt es mit Brody eine Werkstatt in Freiburg, die Hans wärmsten empfiehlt. Zufriedenheit ist hier überhaupt so etwas wie der rote Faden. Nicht nur bei den Kund*innen, sondern auch im Team. Rund 80 Menschen arbeiten mittlerweile bei Mount7 – in der Werkstatt, im Verkauf, im Lager, im Marketing, in der IT. Viele von ihnen sitzen auch privat regelmäßig im Sattel – ob bei Rennen, auf Trails, beim Graveln oder auf Alpenüberquerungen. „Man muss sich am Wochenende wirklich anstrengen, in Freiburg keinen von uns zu treffen“, sagt Hans und lacht.

Was das Arbeiten hier besonders macht? Kasi, verantwortlich fürs Marketing, bringt es auf den Punkt: „Unser Team funktioniert sehr autonom. Jede*r kann mitentscheiden und das sorgt dafür, dass sich alle echt wohlfühlen. Man kommt her, fühlt sich nicht fremd, sondern verstanden, weil uns alle etwas verbindet.“ Und genau das merkt man. Der Fahrradladen ist nicht einfach nur ein Arbeitgeber. Er ist ein Ort, an dem Vertrauen zählt – und an dem Menschen arbeiten, die Fahrräder nicht nur verkaufen, sondern auch selbst begeistert fahren. Der Name? Eine Erinnerung an einen Downhill-Berg in Kanada: Mount Seven. Bekannt aus alten MTB-Filmen, voller wilder Energie. „Wir wollten eine Marke, die auch auf einem T-Shirt funktioniert“, sagt Hans. Und genau das tut sie. Als Logo. Als Statement. Als Identität.

Wer Mount7 heute besucht, betritt keinen überdrehten Lifestyle-Tempel. Sondern einen Ort, an dem man mit Ruhe, Kompetenz und einem verdammt guten Cappuccino empfangen wird. Man kann hier alles kaufen – muss aber nicht. Man kann sich beraten lassen – wird aber nicht gedrängt. Und wer mehr will als nur ein Rad, findet auch das: Helme, Bekleidung, Schlösser, Pflegemittel, Kindersitze, Körbe und alles, was das Radfahren noch angenehmer macht – sorgfältig ausgewählt, ehrlich empfohlen. Man merkt einfach: Hier sind Leute am Werk, die das Fahrrad ernst nehmen. Und die wissen, wie viel besser ein Rad ist, wenn es passt. Vielleicht ist das das eigentliche Geheimnis von Mount7. Nicht das Größerwerden. Nicht die hohe Expertise. Sondern die ganz einfache Idee, dass ein Fahrrad dann am besten funktioniert, wenn es sitzt – und wenn sich alle Beteiligten damit wohlfühlen. Ob beim Kauf, in der Werkstatt oder im Team. „Eigentlich“, sagt Hans zum Schluss, „ist es gerade einfach schön. Und manchmal ist Beständigkeit der schönste Wunsch.“

Details: 

Mount7
Bötzinger Straße 64
79111 Freiburg im Breisgau

Öffnungszeiten:

Montag–Freitag: 12.00–18.30 Uhr
Samstag: 10.00–14.00 Uhr

+49 (0)761 88793820
info@mount7.com
@mount7com



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